Hans-Christian Blech
(1915-1993)

Während seiner Jahre an den Münchner Kammerspielen arbeitete der Schauspieler mit den Regisseuren Brecht und Kortner. Weitere Stationen seiner Theaterkarriere waren das Schauspielhaus Zürich und das Burgtheater Wien. Mit seinen Interpretationen gebrochener Charaktere (Büchners Woyzeck und Danton, Möbius in der UA von Dürrenmatts "Physikern", Richard III.) schrieb Blech Theatergeschichte.

Zu seinen bedeutendsten Filmen zählen "Affaire Blum" (1948), "Entscheidung vor Morgengrauen" (1950), "08/15" (1954), "L´Enclos" (1960), "Der längste Tag" (1961), "Falsche Bewegung" (1974), und "Der Zauberberg" (1980).

Im Fernsehen feierte Blech seit den 50er Jahren Triumphe, z.B. in "Woyzeck" (1964), "Theodor Chindler" (1978-79), "Collin" (1982) und "Via Mala" (1984).

Seit den 40er Jahren auch im Bereich des Hörspiels tätig, war "Frühsommer 1970" die letzte Arbeit Hans-Christian Blechs. In der NOA NOA Hör-Buchedition erschienen neben diesem eine Reihe weiterer Hörspiel-Meisterwerke mit Hans-Christian Blech.

"[...] Beim Hören wird schnell klar: Blech hatte auch eine Charakterstimme. Er wußte nuanciert zu deklamieren; ohne große Verstellung, die im Hörspiel schnell aufgesetzt wirkt. [...]" (Stefan Benz, Darmstädter Echo, 18.3.1998)